Linux Geschichte

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Version vom 31. Januar 2008, 16:40 Uhr von Niki (Diskussion | Beiträge)

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Mein System/Meine PC History

1992 bekamen wir (meine Familie ;-) unseren ersten Computer. Obwohl ich mich schon damals sehr für Computer interessierte musste ich bis zur zweiten Klasse (16.08.1996) warten, bis ich endlich den Ur-Alt 486er meines Vaters übernehmen durfte. Für Spiele selbst habe ich mich nie interessiert. Da ich auch kein Internet hatte und damals auch nicht wirklich andere Systeme als Microsoft kannte, war es halt meine Hauptbeschäftigung, irgendwo im (Windows-)System "herumzusurfen" (bzw. neue "Windows-Tips" aus Chip, PC-Welt und Co auszuprobieren).

Obwohl ich zur damaligen Zeit schon ein bisschen, wenn auch nicht viel programmiert habe, kannte ich Linux nur als absolutes Nischenprodukt aus Boulevard-Computermagazinen (PC-Welt, Chip & Co). Umso eigenartiger ist dafür, wie ich eigentlich zu Linux gekommen bin: Irgendwann las ich, dass sich Linux hervorragend zum programmieren eignet, und das praktisch für alle Sprachen Compiler inkludiert seien sollen.

Ich wollte schon länger (ohne überhaupt ein Hintergrundwissen dazu zu besitzen) die Diplomarbeit meines Vaters (Fortran 4 auf der Univac 1100 der TU-Graz) auf den PC übertragen, um sie dort auszuführen (auch wenn dann die Nostalgie der Lochkarten verloren gegangen wäre). Nachdem ich Microsofts ;-) Fortran Compiler nirgends auftreiben konnte, nutzte ich genau das als Chance, Linux zu installieren (ohne annähernd eine Idee zu haben, was mich eigentlich erwartet).

Wann meine ersten Schritte mit Linux genau begonnen haben, weiss ich nicht mehr. Ich schätze, es war so ca. 1998, als ich mit einem alten RedHat anfing und bei der Installation scheiterte, da ich nicht mal wusste, was ein Mountpoint ist. Irgendwie war dann auf einer Heft-CD einmal ein altes SuSE drauf (5.x ?), dass sich nun endlich installieren lies. Von Fortran sah ich weit und breit nichts, jedoch war ich überwältigt, von der Vielfalt des neuen Systems. Ich kann mich noch an den ersten Start erinnern, andem login: am Bildschirm erschien und ich einfach die Daten, die ich bei der Installation eingegeben habe, eingegeben habe. Sehr verwundert hat mich das

niki@server:~ $

und ich dachte zuerst, das wäre die Mailkonfiguration ;-). Da ich da aber nicht weiterkam, versuchte ich einige Befehle und schliesslich kam ich mit cd, dir, exit & Co weiter....bis ich einmal startx herausfand und endlich KDE starten konnte. Auch hier war ich überwältigt von der Vielfalt der Programme und der Möglichkeiten (das erste Programm, das ich gestartet habe, war übrigens ksirtet).

So arbeitete ich mich immer mehr und mehr in Linux ein (noch Windows parallel installiert habend) und "gammelte" so mit SuSE herum (obwohl ich auch anderes wie Corel, Mandrake und noch einmal RedHat versucht hatte). Irgendwann kam dann tatsächlich der Zeitpunkt, wo ich Windows fast nie mehr gestartet habe, und ich mich gut genug in Linux fühlte. Bis dorthin habe ich noch immer SuSE verwendet. Doch die 7er Reihe (?) wurde mir dann zu "Windows-like", hauptsächlich deswegen, da ich immer alte PC-Krücken besaß (die alten Teile, die von meinem Vater an mich abfielen), und so beschloss ich: Aus ists mit SuSE, jetzt kommt Debian her (weil ich immer wieder gesehen habe, dass erfahrene Linuxuser Debian einsetzen (v.a. in at.linux)).

Es war der 15. August 2001, an dem ich mein SuSE für immer über Bord warf, und Debian installierte. Obwohl ich das Debian-Konzept anfangs abscheulich fand (da ich ja von SuSE kam), und die komplette init gleich rausschmiss und von SuSE übernahm, lebt dieses System bis heute! Wahrscheinlich am 3. April 2003 (?) habe ich das komplette System dann mit apt-get dist-upgrade von potato auf woody upgedatet. Dieses System rennt jetzt schon drei Jahre ohne Neuinstallation! Obwohl ich so viel geändert habe, sowohl software, als auch hardwaremässig, musste ich kein einziges Mal neu installieren und ich hoffe das bleibt noch für einige Jahre so. Mittlerweile habe ich mich absolut in das Debian-Konzept eingelebt und verstehe nicht, wie man z.B. mit SuSE zurecht kommen kann (das bei mir in der Firma z.B. noch immer verwendet wird). Nach und nach habe ich alle anfäglichen Modifikationen wieder entfernt, und die Kontrolle wieder unter Debian selbst gebracht.

Meine Werkzeuge